Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suchen wir Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden Sie sich unter: thomas.reilich@t-online.de. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 09.08.2019

!!! Betriebsferien vom 10.08. bis 01.09. !!!

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

li: Als erstes kam das Modul für "Great" und "Pedal" an die Reihe. Hier sind auch noch Schaltungen für "Forte" und "Piano" verbaut.

re: Nach und nach wurden die Einbauten entfernt und sauberst angeschrieben, sonst gibt es hinterher Chaos.

Beim Holt ging es nun an die Überarbeitung der Registerschaltungen. Die genial konstruierten Module, sitzen links und rechts der Klaviaturen und sind mit je nur drei Schrauben befestigt.

Die Registerschwerter sind auf Trägerbrettern gelagert, welche ebenfalls mit wenigen Handgriffen demontierbar sind.

Hier liegen die zahlreichen Einzelteile bereit zur Reinigung. Sämtliche Mechanikteile sind mit einer dicken Schicht aus Wachs, Fett, Öl und Staub bedeckt.

Nach drei Eimern Wasser und ein paar chemischen Helferlein, war dann auch dieser Modder besiegt.

li: In frischem Glanz und mit neuen Filzen versehen, war die Registerblende nun bereit zur Montage.

re: Welche Welle war gleich wieder wo? Hier beginnt die Montage der Gruppentritte "Forte" und "Piano".

An der Registerblende wurden die Filzführungen entfernt und die Oberfläche aufbereitet.

li: Nach und nach fügten sich die Einzelteile wieder zum großen Ganzen.

re: In komplett bestücktem Zustand, wurde nun das Modul ins Werk gesetzt. Die Registerschwerter bedienen die darunter liegenden Wellen, welche bereits mit den Mutzen verbunden sind.

Die Wellen der Gruppentritte (rot) mussten neu bezogen werden, da sie völlig durchgescheuert waren und dadurch Metall auf Metall lief.

li: Hier sieht man noch einmal die Wellen und Stecher der "Swell"-Register- mechanik.

Auf der Swell-Seite ist die Mechanik deutlich einfacher, da hier keine Gruppenzüge vorhanden sind.

Auch hier durchlief die Registerblende das Wellness-Programm.

li: Ohne Gruppenzüge (-tritte) ist die Montage deutlich einfacher.

re: Die obligatorischen drei Schrauben später, saß das Modul fest an seinem Platz.

Hätte ich jetzt Wind, könnte man zumindest im I. Manual schon spielen.

Harmonium Balthasar-Florence, Namur, Bj. ca. 1885

li: Vor ein paar Wochen brachte ich von einer Fahrt dieses wunderbare Balthasar-Florence mit, welches nun für den Kunden in einen "wohnzimmerfähigen" Zustand versetzt werden musste.

re: Neben ein paar technischen Sachen und der Stimmung, betraf das vorallem die Reinigung des Instrumentes. Die Schöpfbälge wurden schon einmal neu bezogen.

Für die Reinigung und um den Zustand der Lade eindeutig beurteilen zu können, wurden alle Ventile abgebaut.

li: Bis auf drei Stück, waren allen Zungen original. An der Percussion war einiges zu regulieren.

Die Dichtwulst und das Registerbrett selbst, machten einen guten Eindruck.

Auch im Windkasten gab es keine versteckten Mängel. Die beiden Kniehebel bedienen Bass- und Diskant-Forte. Mittig sitzt das Expressionsventil.

re: Hier sieht man die an den Tasten-enden hängenden Ventile der hinteren Spiele. Die Staubauflage war enorm. Auch die Ventil-dichtungen wurden gereinigt.

An der Klaviatur hatten schon Generationen von Spielern ihren Handschweiß hinterlassen.

Auf solchen Tasten speilt man doch viel lieber und hat keine "Berührungsängste"!

re: Dann ging es aber schon an die ausglei-chende Stimmung, welche gute zwei Tage in Anspruch nam. Anschließend wurde die Regulierung der Percussion durchgeführt.

Die vorderen Ventile sind schon wieder drin und der gereinigte Klavaiturrahmen wartet auf seine Bestückung.

Nachdem die Regulierung der Tasten angeschlossen war, wurde die Registermechanik aufgesetzt und erst einmal ausgiebig getestet.

li: Dank ausgeklügelter Technik, kann das Instrument in mehreren Ebenen aufgeklappt werden. Allerdings ist das keine leichte Angelegenheit.

Erbauer: Balthasar-Florence, Namur, Bj. ca. 1885

System: Druckwind

Klaviatur: C - c'''', Teilung e'/f'

Disposition:

Forte

Forte

Vibrato

Vibrato

Sourdine

Sourdine

re: Nach dieser kurzen Revision, klingt das Instrument wieder wunderbar und findet sicher auch die Zustimmung der Haushälterin.

Baryton

Viox Celeste

Harpe Eolienne

Musette

Basson

Hautbois

Clairon

Fifre

Bourdon

Clarinette

Cor Anglais

Flute

Percussion

Percussion

Expression

Kniehebel: Bass-/ Diskant-Forte

Harmonium Estey Organ Co., Brattleboro, USA, Bj. 1908

Da ich letztens einen befreundeten Helfer in der Werkstatt hatte, gingen auch noch andere Projekte vorran. Manche so schnell, dass ich mit dem Foto nicht rechtzeitig hinterher kam.

Wie bei der Demontage dieses kürzlich erworbenen Estey-Harmoniums, welches nun gereinigt und in Funktion gebracht werden sollte.

Das kleine Werk war schnell ausgehoben. Auch der unter der Fundamentplatte sitzende Balg, wurde begutachtet und gereinigt.

Hier ist das Baujahr zweifelsfrei zu erkennen: 1908 - amtlich verbrieft.

Das Werk wurde größtenteils zerlegt und gereinigt, die völlig ausgespielte Oktavkoppel neu befilzt.

Die Zungen wurden gangbar gemacht, jedoch nicht gereinigt oder gestimmt, sodass ein Käufer die Stimmtonhöhe noch "frei" wählen kann.

Dieses kleine Saugwindharmonium ist gleich in mehrerer Hinsicht interessant. Zum einen ist es kompakt in seinen Abmessungen, zum anderen verfügt es mit 8' und 16' über eine eher unübliche Disposition für ein Saugwind-Instrument. Die geteilte Bass- und Diskantkoppel lässt ungeahnte Fülle und Höhen erklingen. Die Transponiereinrichtung verschiebt nicht nur die Klaviatur, sondern mit ihr natürlich auch den Teilungspunkt. In der Mittellage umfasst die Klaviatur C - c'''' mit Teilung f#'/g' (Oktavkoppel h°/c'). Verschiebt man die Klaviatur 2 HT nach oben, hat man die Teilung e'/f'. Schiebt man 2 HT nach unten, hat man g#'/a' als Teilungspunkt. Die Kniehebel betätigen das Grand Jeu sowie die Forte-Klappen.

Erbauer: Estey Organ Co., Brattleboro, USA , Bj. 1908

Disposition:

System: Saugwind

Bass-Coupler

Treble-Coupler

Klaviatur: 5 Oktaven mit Transpositeur

Bourdon 16 Ft

Clarionet 16 Ft

Melodia 8 Ft

Diapason 8 ft

Das Instrument steht zum Verkauf. Bei Interesse bitte ab 01.09. melden unter thomas.reilich@t-online.de.

Harmonium Ph. Trayser, Stuttgart, Bj. ca. 1865

Am hier gezeigten Instrument, wurde vor geraumer Zeit eine Restaurierung begonnen, jedoch nicht fertig gestellt. Das sollte sich nun ändern.

Die Ventile wurden abgebaut und gereinigt, ebenso wie die Lade selbst.

Die Anschlagleder mussten erneuert werden. Schrauben und Ventilfedern durchliefen das Ultraschallbad, sowie die Poliertrommel.

Auch hier wurde an den Zungen noch nichts gemacht, sodass die Stimmton-höhe noch wählbar ist.

Die Balganlage wurde unter fachmännischer Anleitung komplett restauriert und verrichtet ihren Dienst wunderbar.

Das Gehäuse wurde aufbereitet und die Stoffbespannungen erneuert.

Das Instrument ist komplett und einwandfrei spielbar. Es hat einen warmen und weichen Klang und ist sehr gut für den Einsatz in einer "guten Stube" geeignet.

Erbauer: Ph. Trayser, Stuttgart, Bj. ca. 1865

Disposition:

System: Druckwind

Forte (B)

Forte (D)

Klaviatur: F - f''', Teilung h°/c'

Sourdine (B)

Expression

Das Instrument steht zum Verkauf. Bei Interesse bitte ab 01.09. melden unter thomas.reilich@t-online.de.

Harmonium "unbekannt"

Aus einer Haushalts-auflösung kam diese kleine Saugwind-harmonium zu mir. Aufgrund seiner idealen Kofferraum-Maße, blieb es vom Sperrmüll verschont.

Erbauer: unbekannt, Bj. ca. 1930

Disposition:

System: Saugwind

8' permanent

Klaviatur: C - c''', Teilung h°/c' (?)

Principal 4' (B)

Aeolsharfe 8' (D)

Das Instrument steht zum Verkauf. Bei Interesse bitte ab 01.09. melden unter thomas.reilich@t-online.de.

Harmonium Hermann Burger, Bayreuth, Bj. ca. 1880

Aus Platzgründen musste diese schöne Stück weichen. Es handelt sich um ein Druckwind-Harmonium von Hermann Burger, Bayreuth.

Das Instrument ist gut spielbar und kann ausprobiert werden.

Disposition:

Forte

Forte

Sourdine

Tremblant

Schlamei 4'

Piccolo 4'

Bass-Clarinette 16'

Clarinette 16'

Erbauer: Hermann Burger, Bayreuth, Bj. ca. 1880

Horn 8'

Flöte 8'

System: Druckwind

Vox Jubilans

Klaviatur: C - c''', Teilung e'/f'

Volles Werk

Kniehebel: Forte / GJ (!)

Expression

Das Instrument steht zum Verkauf. Bei Interesse bitte ab 01.09. melden unter thomas.reilich@t-online.de.

!!! Wegen Betriebsferien kommt die nächste Aktualisierung erst am 20.09.2019 !!!