aktueller Stand vom 18.09.2026
---------- ----------J. Titz, Löwenberg, Bj.1906
Der Urlaub war vorbei und der Wahnsinn nahm seinen Lauf! Eigentlich hätte es mit voller Kraft am Titz weiter gehen sollen, aber es kam anders.
Trotzdem machte auch diese Baustelle Fortschitte. Die Percussion wurde ja schon vor ein paar Wochen zerlegt, nun sollte sie neu ausgetucht werden.
... und diese Streifen in die Durchführungen eingezogen, bis sie bündig abschließen. Zum Schluss wird der Leim abgewischt und eine Achse mit etwas Übermaß eingesteckt.
Die zerfaserten Gleitflächen der Stößel wurden mit 800er Schleifpapier "eingeebnet", zerstörte Leder ersetzt.
Nun offenbarte sich auch der Grund für die seltsame Umordnung der Stößel (Nummerierung war nicht durchgängig). In der originalen Anordnung (= Größe) hätten die Stößel bei Betätigung über die Ladenunterkante geragt. Daher wurden sie um gut 20 Stück in Richtung Bass gerückt, der Rest gekürzt und im Diskant wieder eingesetzt. Daher mussten auch die Führungen versetzt werden.
Hier sieht man gut, wie die Nase des Hammers am Leder des Stößels "hängen" bleibt und beim Niederdrücken mitgerissen wird.
So müssen die Führungen einer Percussion aussehen. Einerseits ist die Mechanik dann sauber geführt, wodurch ein gleichbleibender Anschlag gewährleistet wird, andererseits ist das ganze Spiel dann dichter.
Hofberg, Leipzig, Bj.1927/28
Der Wahnsinn bestand darin, dass seit Wiederaufnahme der Arbeit das Telefon nicht mehr still stand und ich nun in den nächsten Wochen viele Besichtigungstermine habe. Kurz vor dem Urlaub, kam aber schon dieses Hofberg in die Werkstatt.
Zuerst musste der lose Staub aus dem Instrument entfernt werden, sonst landet der gleich wieder auf den Zungen.
Bevor es an die Stimmung gehen konnte, musste die Mechanik kontrolliert und justiert werden. Hier bin ich gerade bei der Regulierung der Oktavkoppeln.
Nach hinten sind Diapason und Melodia gerichtet. Die Voix celeste zieht die Melodia und ein wenig das Seraphone, so entsteht die Schwebung.
Mustel, Paris, Bj.1923
Seit einigen Wochen steht dieses Mustel-Pedalharmonium in der Werkstatt, nun beginnen erste Vorbereitungen zur Restaurierung.
Die beiden Manuale sollen wieder in frischem Weiß erstrahlen und die Führungen neu ausgetucht werden.
Da diese Arbeit eine Spezialfirma übernimmt, müssen beide Manuale für den Versand vorbereitet werden.
Hier liegt das Untermanual, befreit von allen "überflüssigen" Anbauteilen (Backen, Metaphone, Moderator etc.). Die Einzelteile werden grob vorgereinigt.















