aktueller Stand: 13.02.2026

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Kotykiewicz, Wien, Bj.1902

Beim Koty ging die Montage der Machanik weiter. Hier bin ich mit der Regulierung der Manualkoppel beschäftigt.

Schließlich konnte die gereinigte Registermechanik aufgesetzt werden.

Nun standen noch ein paar Regulierungen ...

... und das Nachstimmen einiger Töne an.

Auch dieses Kotykiewicz ist klanglich sehr schön und ausgewogen.

Die neuen Schöpfer arbeiten lautlos und schaffen Verlässlichkeit.

Dank der durchgeführten Arbeiten, sollte das Instrument wieder für Jahrzehnte seinen Dienst tun.

Trayser, Stuttgart, Bj.1868

Stammleser kennen dieses Instrument, ich habe es 2015 aufwändig restauriert. Den damaligen Bericht finden Sie hier.

Das schöne Trayser stand nun ein paar Jahre in der örtlichen Kapelle. Leider fanden es die Mäuse auch schön und machten sich über den Balg her.

Nicht nur die Zwickel waren zerfressen, auch die Scharnierleder wurden bis auf den Leim abgenagt.

Der Ausbau des Werkes brachte zutage, dass es keinen weiteren Fraßschäden gab.

Auch am Windkasten bzw. der Windkastendichtung war alles heil.

Zum Glück hatte ich damals den Windkasten nicht mit dem Rest verleimt, sondern verschraubt.

So konnte ich nun einfach den Magazinbalg von den Schöpfern trennen und begutachten.

Bis auf diese unkritischen Spuren, gab es keine weiteren Schäden.

Da das Magazin heil war, konnte es nach der Reinigung beiseite gestellt werden.

Am Übergang der Trägerplatte zum Verbindungskanal, waren die Mäuse aber sehr akkurat.

Dann ging es den Schöpfern "ans Leder". Durch die herausgetrennten Zwickel konnte man sehen, dass auch ein Faltenscharnier betroffen war.

Das angeknabberte Leder wurde sauber abgeschliffen, die schadhafte Falte herausgetrennt. Alle Leinenstreifen waren noch intakt.

Nach etwas Vorbereitung, konnten dann neue Ledersteifen aufgeleimt werden.

Dann wurden ringsum die Zwickel erneuert.

Zum Schluss kam wieder das übliche Blaupapier zum Einsatz, dann konnten Magazin/Windkasten und Schöpfer wieder verschraubt werden.

Das leere Gehäuse erhielt eine gründliche Reinigung, dann schritt ich zur Montage.

Nach dem Anschluss der Trittmechanik, war am Balg alles fertig.

Dank meines neuen Seilzuges, ist der Aus- und Einbau schwerer Werke kein Problem mehr.

Das Instrument spielt zwar schon wieder, aber nächste Woche folgt noch die Wartung des Werkes.