Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suchen wir Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden Sie sich unter: thomas.reilich@t-online.de. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

Zur Verstärkung unseres Teams, suchen wir ab sofort einen Orgelbau-Gesellen.

!!! Wir hatten Urlaub - war viel zu kurz !!!

Nannhofen, Beer-Orgel, Bj. 1875

re: Gepaart mit den neuen Prospekt-pfeifen, ergibt sich eine frische und vornehme Optik.

An der Beer-Orgel ist die Überarbeitung der Oberfläche nun abgeschlossen. So sah die Orgel noch vor 4 Wochen aus.

Mittlerweile hat sich einiges getan. Die Fassung wurde retuschiert und sämtliche Vergoldungen erneuert.

li: Da der Elektriker nochmals an den Motor musste, wurde der Balg nocheinmal zerlegt. Die Handschuhe auf dem Stempel schützen die frisch geweißelte Decke vor Beschädigun-gen.

Auch der Spieltisch bekam eine umlaufende "Goldkante".

Da der Ausbau der schweren Balgkästen kein Zuckerschlecken ist, war ich von der Aktion wenig begeistert.

li: Nachdem der Balg wieder beieinander war, wurden die restlichen Pfeifen auf die (sehr)kleine Empore geholt.

re: Als erstes wurde die Stimmung kontrolliert, die als Basis der Nachintonation dient. Dann wurde der Principal 4' (Prospekt) durch seine historischen Innenpfeifen ergänzt.

Hier liegt bereits eine Hälfte des nächsten Registers bereit, der 2 2/3-Chor des Flautino 2' (2-fach).

Ch. Dietz, Paris 1833

Am Dietz gab es keine Fortschitte, da momentan die Suche nach passendem Material (Fäden) läuft.

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

Beim Holt schritt die Demontage weiter voran. Nun mussten die Klaviaturen weichen.

Die Tasten des I. Manual haben ein stattliche Länge von ca. 90 cm.

Unter der Klaviatur liegt das I. Manual. Ein leichter Schauer läuft mir über den Rücken, wenn ich an die spätere Stimmung denke.

Aber auch Überraschungen gab es. Mitten in der oberen Pedallade, fehlte einfach ein Stecher.

Das Instrument wird immer übersichtlicher, die Werkstatt umso voller.

Hier liegen die Klaviaturen zur Demontage bereit.

Damit die "nutzlosen" Tasten des III. Manuals nicht einfach bewegungslos im Rahmen liegen, wurden sie durch Federn hochgehalten. Angesichts der ungünstigen Längenverhältnisse (vorne/hinten), werden wir das wohl beibehalten (müssen). Im Bild re, sind alle Tasten wohl verstaut.

Schiedmayer Pianofortefabrik, Stuttgart, Bj. 1901

li: Beim Schiedmayer begann Jonas zwischendurch mit dem Zerlegen der Pedalklaviatur, welche auch gleich in ihre Bestandteile zerfiel (offene Leimungen).

re: Nach der Reinigung, mussten die alten Filzführungen aus den Tasten gedämpft werden.

Der Rahmen wurde gereinigt, frisch verleimt und die Oberfläche aufgefrischt.

Nun ging es mit der Registermechanik weiter. Sämtliche Filze mussten erneuert werden.

Auch die Führungen in der Registerblende wurden ausgetauscht.

Die komplexe Mechanik wird uns sicher noch eine Weile beschäftigen.

Während Jonas mit den Kleinarbeiten beschäftigt war, baute ich die Windversorgung an und fertigte eine neue untere Rückwand.

Nun kam die Registermechanik zurück an ihren Platz.

Schiedmayer Pianofortefabrik, Balgrestaurierung

Für ein großes Schiedmayer soll dieser Balg wieder flott gemacht werden. Die alte Balgbespannung hat einige Risse und muss erneuert werden.

Zudem sind auch die Balgventile in keinem guten Zustand.

Hier noch ein Blick auf die interessante Fundament-platte (Oberseite li). Man sieht die Teilung in Bass und Diskant und je Seite zwei bewegliche Platten, welche über eine Welle miteinander verbunden sind. Die große Platte ist die eines Balges, die kleine ein Ventil. Herrscht nun Unterdruck in der Lade, wird die Balgplatte nach oben gezogen und somit das Ventil geschlossen - fertig ist die pneumatische Sourdine. Über die Knie-hebel kann die Wirkung beeinflusst werden.

Die Fangventile in den Schöpfern sind hart und haben sich verworfen. Dadurch strömt der aus dem Magazin gezogene Wind gleich wieder zurück - das Schöpfen bleibt wirkungslos.

Sonstiges

Wir helfen immer wieder gern bei Selbst-Restau-rierungungen. Wenn wir auch noch den passenden Hocker dazu haben, umso besser.

Benötigt wurde das Material für den Neubezug eines Balges. Balgtuch, Scharnierleder, diverse Streifen, sowie Lederflecken und etwas Schafleder für allgemeine Zwecke.