Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suche ich Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden unter: harmoniumwerkstatt.reilich@gmail.com. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 26.11.2021

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

Da die Teile von Schröding momentan die Werkstatt vollends ausfüllen, hat das Holt erst einmal Pause.

Schröding, Orgel von J. Müller, Tuntenhausen, Bj. 1869

re: Da das Wellenbrett unter der Windlade hängt und die Arbeit über Kopf unangenehm ist, wurde die Montage vorab auf der liegenden Windlade durchgeführt.

An der Müller-Orgel wurde das überarbeitete Wellenbrett komplettiert und für die Montage vorbereitet.

Dabei wurde der (ein) Grund für die vielfach krummen und schiefen Einbaumaße dieser Orgel offensichtlich.

re: Zusammen mit den Wellen und den Trägern, hat das Wellenbrett ein ordentliches Gewicht, daher bemühte ich für die Montage meinen Aufzug.

Der Grund war verm. mangelnde Präzision. Allein bei der Ausrichtung des Wellenbrettes zur Windlade, lag der damalige Orgelbauer rund 6mm daneben.

Hinter dem Wellenbrett führt der neue Holzkanal in den Windkasten. Auch dieser Anschluss konnte nun vorbereitet werden.

li: Hier kommt es angeschwebt.

re: Passt!

Bis die Windlade an Ort und Stelle ist, bleibt das Wellenbrett nur leicht fixiert an seinem Platz.

re: Vorsicht war das erste Gebot, denn das Wellenbrett hat nicht viel Platz zwischen Balg und Gehäuse.

li: Das gleiche Spiel wurde mit der Windlade wiederholt.

re: Hier ist die Lade schon in Position, bereit zum Ablassen. Das aufgebockte Gehäuse ist gut zu erkennen (unten am Aufzug).

re: Um mit dem Aufzug auf den Bodenrahmen und IN das Gehäuse fahren zu können, musste dies um 7mm angehoben werden.

li: Hier ein Blick von hinten in den Inneraum. Man sieht unten den neuen Balg samt Kanal zur Windlade, sowie die Rückseite des Wellenbrettes.

re: Zwar ist alles geplant und sicher 100mal nachgemessen, aber trotzdem ist man froh, wenn am Ende alles passt. Zwischen Wellenbrett/Balg und Balg/Rückwand sind nur 15mm Platz.

Geschafft! Wellenbrett und Windlade sind in Position, alles hat Platz und ist gerade (!).

So sieht es nun von oben aus.

Hier liegen die abgetrennten Unterfurniere der 4 neuen Stöcke, da die Disposition zurückgeführt wird.

Das Material für Stöcke und Raster wurde vorbereitet, die speziellen Rasterfüße schon im März angefertigt.

Harmonium "Ahlborn", Bj. 1950-60er

re: Passend zur Einrichtung, kommt das Instrument nun im Fichte-Landhaus-Stil daher.

Öfter mal was Neues! Für dieses Instrument wurde vom Schreiner ein neues Gehäuse angeschafft, nun soll ich eine Balganlage anstelle der alten Motoren einbauen.

Im Stil der Zeit, aber nicht mein Favorit, die Registermechanik via Bowdenzug. Wie das Fundamentbrett, bestand das alte Gehäuse hauptsächlich aus furnierter Spanplatte.

Im großen Kasten sitzen die vier Motoren, von denen nur noch zwei abundzu anspringen, der Rest ist tot. Vielfache Reparaturversuche waren nie von langer Dauer. Der kleine Balg neben der Motorkiste, fungierte als Stoßfänger, war jedoch außer Funktion.

Die Motoren sind an Gummischläuchen aufgehängt, um die hochtourigen Frequenzen bestmöglich vom Rest abzuschirmen. Laut waren die Dinger trotzdem.

Hier liegen schon die vorbereiteten Einzelteile aus (mittlerweile sündteurer) Fichte-3Schicht-Platte.

Bevor es an das eigentliche Balgmachen geht, wurde alles vorab eingebaut, das erspart spätere Überraschungen.

Wie auch bei der Müller-Orgel, wurde im Vorfeld eine genaue Planung erstellt.

Dann ging es los. Die Balgplatten erhielten Scharniere aus dickem Kalbleder - sehr stabil.

Damit die Federkraft nicht auf der Tuchbespannung lastet, wurde das Magazin mit Gurtbändern ausgestattet.

Nach dem Verschließen des Magazinbalges, ging es mit den Schöpfern weiter.

Hier liegt die Schöpferbespannung mit aufgeleimten Kartonfalten.

Begonnen wird immer mit den Stirnfalten, dann die Innenseiten und zum Schluß die Außenseiten (hier noch nicht verleimt).

Auch mal schön - ein NEUE Balganlage!

Dank guter Vorbereitung, war der Einbau nun kein Problem.

Das Fundamentbrett erhielt einen stabilen Unterzug zur Aufnahme der Gurtrollen.

Die neuen Tritte wurden mit Teilen aus dem Erstzteillager bestückt.

Gurte dran ...

... und fertig! Die Drahrfedern an den Schöpfern, "treten" sich am.E. angenehmer als Blattfedern.

Ein erster Test verlief zur vollsten Zufreidenheit.