aktueller Stand: 27.02.2026
---------- ----------Trayser, Stuttgart, Bj.1868
Diese Schildchen hatte ich damals aus Papier angefertigt, original waren nur noch 2 Stück. Jetzt werden sie ersetzt.
Auch an den Registerdrückern sah alles noch aus, als wäre die letzte Überarbeitung gerade erst gewesen.
Schweren Herzens entschied ich mich, die Stimmtonhöhe von bisher 453 Hz auf 443 Hz abzusenken. Ja, mir ist klar: Substanz, Origanlität, Charakter ... das bin ich 1000mal durchgegangen. Fakt ist: NIEMAND kann ein Instrument in dieser Tonhöhe gebrauchen.
Da an den Zungen viel Material abgetragen werden muss, wurden die Platten zum Vorstimmen ausgebaut (hier Cor anglais 8').
Das Vorstimmen erfolgt mit Motorwind, die Zungen bleiben dabei 10 bis 15 Cent höher als die endgültige Tonhöhe.
Erst im Instrument werden sie dann exakt auf Stimmung gebracht. Das erste Spiel ist fertig, folgen noch vier.
E. Müller, Werdau, Bj.1923
Letzte Wocher ereilte mich der Notruf eines Theaters, welches dieses Müller für eine Aufführung verwenden wollte.
Der Zustand war eher ...gebraucht, die Stimmung natürlich viel zu tief. Außerdem versagten einige Töne.
Hier liegen die Spiele noch im Originalzustand. Diapason 8' (1), Aeolsharfe 2' (2), Seraphone 8' (3), Viola 4' (4).
Auch klanglich wirkte sich die Zungenreinigung sehr positiv aus. Dazu kam natürlich die nun korrekt regulierte Registermechanik und die neue Stimmtonhöhe von 443 Hz.
Außer den Zungen und der Regulierung wurde hier nichts gemacht. Hoffentlich hält das Instrument die kommenden Strapazen aus.
Im Orchestergraben klang das Instrument dann überraschend schön. Auch der Künstler hatte seine Freude beim Ausprobieren.
J. Titz, Löwenberg, Bj.1906
Das war aber nur möglich, da der Eigner die Demontage seines Instrumentes selbst vornehmen wollte.
Ja - es ist ein Johannes Titz von 1906.





















