Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suche ich Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden unter: harmoniumwerkstatt.reilich@gmail.com. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 01.04.2021

!!! Aprilscherz-freie Zone !!!

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

re: Die kleinen Pfeifen von c'' bis c'''', werden wieder aus dem Vollen gefräst. Hier wurde gerade die erste Oktave fertig.

Nachdem die Kleinteile für das Gedackt 8' fertig waren, ging es nun an die Vorbereitungsarbeiten für die Harmonic 4', eine offene Holzflöte.

Die Hirnholzblöcke (Bild li) wurden in die Fräse gespannt und entsprechend bearbeitet.

li: Es folgte die oberste Oktave. Die kleinste Pfeife c'''', hat gerade mal einen Querschnitt von 5,4 mm (Breite) auf 6,9 mm (Tiefe)

Hier liegt die Ausbeute mehrerer Maschinenstunden (und vieler PC-Stunden). Die Kerne und Diskantpfeifen sind zwar gefräst, aber noch lange nicht fertig.

Schröding, Orgel von J. Müller, Tuntenhausen, Bj. 1869

An der Müller-Orgel ging es einen großen Schritt voran, denn die neuen (alten) Mensuren sind eindeutig geklärt und es konnten weitere Vorarbeiten eingeleitet werden. Zu diesen Vorarbeiten zählen ja die neuen (alten) Rasterfüße, welche letztens gefräst wurden.

Diese Füße erhielten nun ihre Endbearbeitung (ablängen, schleifen und fasen) und warten jetzt auf ihren Einsatz.

Auch das Bündel Holzpfeifen wurde nun durchgesehen und gerichtet. Hier ein paar Bilder aus dem "Schreckenskabinett".

Bei nahezu allen Holzpfeifen wurden schon mehrfach die Vorschläge entfernt und mal mehr mal weniger sorgsam wieder aufgleimt bzw. genagelt. Offenbar gab es immer wieder Änderungswünsche an der Intonation, denn es wurden Aufschitte verändert oder Kernstiche entfernt.

Diesem "Umbau" lag kein Intonationswunsch zugrunde, hier wurde lediglich versucht, eine undichte Pfeife zum Sprechen zu bringen.

Hier ein Beispiel für eine wohltuende Außnahme. Diese Pfeife der Flöte 4' hat die letzten 152 Jahre in makellosem Zustand überstanden.

An den Spunden gab es auch wieder ein paar Reparaturen, dann wurde das Leder gepflegt und sie kamen wieder zurück in die Mündungen.

re: Nach dem Entfernen der Dichtungen, wurden die Unterfurniere mit der Bandsäge vom Rest der Stöcke getrennt.

Da die Mansuren für die Rückführung der Disposition nun fest standen, traute ich mich auch an die ersten Vorbereitungen der Stöcke.

Da die Unterseiten (sog. Unterfurniere) noch alt sind (siehe Anschrieb), weden sie für die neuen Stöcke wieder verwendet.

Packard, USA, Bj. ca. 1906

2004 wurde es als mein Auftrag "Nr. 2" gereinigt und gestimmt, ohne die Balganlage zu behandeln. Diese muss nun aber neu bezogen werden.

Wie lange ein gut behandeltes Harmonium seinen Dienst klaglos verrichten kann, sieht man an diesem Instrument.

Diese Notmaßnahme war gut gemeint, half aber nicht lange. Durch die Bespannung zogen sich bereits mehrere breite Risse.

Für den Bericht von 2004 bitte hier klicken.

re: Übrig bleibt als 3. Komponente das leere Gehäuse.

li: Als erstes stand die Demontage auf dem Plan. Balg und Fundament-platte, sind zusammen mit den Gurtrollen zu einer Einheit verschraubt.

Die zweite Komponente ist das Werk, welches oben auf die Fundamentplatte geschraubt ist.

re: Die Schöpfer-platte zeigten in einigen Bereichen Auflösungs-erscheinun-gen und wurden neu verleimt.

Ein eifrig geschwungener Wischmopp, hatte in den letzten 16 Jahren seine Spuren hinterlassen, daher musste die Oberfläche im Sockelbereich aufgefrischt werden.

Die Balganlage wurde komplett zerlegt und von allen alten Beleimungen befreit.

li: Hier sieht man die Vorbereitung der neuen Bespannung. Die alten Kartonfalten werden unter Druck auf das neue Tuch geleimt. Im Vordergrund liegen die neuen Scharnier-leisten.

Da die alten Scharnierleisten das Entfernen nicht überlebten, mussten neue angefertigt werden.

Beim alten Balg lastete der Zug der Federn noch auf der Bespannung, künftig wird dieser von breiten Gurten aufgefangen.

Beim Aufleimen des neuen Tuches, wird meist beim Magazinbalg begonnen.

Dann folgen die Schöpfer. Der rechte ist hier schon fertig verleimt, der linke wurde gerade mit der Scharnierleiste auf die Trägerplatte genagelt.

Hat man alles richtig gemacht, lässt sich der Balg mit einem eindeutigen Faltenwurf des Tuches bewegen.

In diesem Zustand geht es nun erst einmal in ein paar Tage "echte" Osterruhe.

Werkstatt

Die CNC-Fräse war die letzten 14 Tage gut im Stress, denn neben den Rasterfüßen und Pfeifenkernen, fertigte sie auch noch exakte Kopien von Profilleisten für ein Titz-Harmonium. Dank der neuen Technik, sind nun nahezu alle Profilquerschnitte möglich, ohne dafür teure Spezialwerkzeuge (sog. Profilmesser) anschaffen zu müssen. Auch Kleinstmengen sind damit kein Problem.