Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suchen wir Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden Sie sich unter: thomas.reilich@t-online.de. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 29.11.2019

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

Hier schaut man von oben auf die Führung mit dem ersten Abzug. Die Ledermutter verhindert das Absinken des Abzugs bei ausgebauter Koppel.

Nachdem die Windlade selbst fertig war, musste nun die Traktur vervollständigt werden. Im Bild sieht man die obere Führung der Oktavkoppel-Traktur.

Erster Funktionstest! Im Bild sieht man rechts den Stecher des c''', welcher nach oben zuerst auf das Ventil und dann auf die Koppel drückt. Diese hebt links den hinteren Abzug (roter Strich) des c''''.

re: Die Hälfte aller Muttern wird mit einer Tuchscheibe beleimt. Dazu muss die Oberfläche winkelig zur Zentrums-bohrung abgeschliffen werden.

Nachdem die Längen exakt ermittelt waren, ging es an die Serienfertigung. Zuerst wurden die Stäbe (3mm Messing) abgelängt, gefast und an beiden Enden mit Gewinde versehen.

Auch die Ledermuttern mussten vorbereitet werden. Das bedeutet, jede der ca. 230 Mutten musste aufgebohrt und auf einen Gewindedraht aufgedreht werden

Nun konnten die Tuchscheiben aufgeleimt werden. Am oberen Ende des Stechers (zur Koppel) konnten die Muttern gleich bleiben.

Nach der ersten Runde hatte jeder Stecher/Abzug eine Ledermutter samt Filzunterlage.

Die restlichen Muttern wurden zum Aufleimen des Scheibchens wieder auf einen Gewindedraht gedreht (damit kein Leim ins Loch läuft), beleimt und wieder abgedreht.

Endlich ging es an die Montage. Hier ist die Reihe der Koppelabzüge komplett. Der Angriff der Koppel erfolgt an den Stellringen.

Bevor es an die Montage der Ventilstecher ging, musste noch das kleine Wellenbrett für C, Cs und D angefertigt werden. Diese Töne stehen auf der Diskantseite.

Da ein Windkasten mit Schenkelfedern eine gewisse Höhe braucht, wurde der Platz gleich genutzt und das Wellenbrett IN den Windkasten gesetzt.

Hier ist die Montage der Ventilstecher in vollem Gange. Der Angriff am Ventile wurde auch hier mit Stellringen realisiert.

Fertig! Hier kann man noch einmal gut sehen, wie sich das kleine Wellenbrett knapp unter den Ventilen hinter den Stechern versteckt.

So sieht der künftige Arbeitsplatz der Oktavkoppel aus, welche nun aufgesetzt werden konnte.

re: Nach 84 Jahren ist es endlich so weit, die Tasten des III. Manuals liegen nicht mehr nutzlos im Instrument, sondern bedienen die Ventile einer kleinen Pfeifenlade.

Die Koppel an sich entstammt einem Saugwindharmonium und wurde überarbeitet. Sie arbeitet nun "über Kopf", da die Tastenbewegung ja jetzt von unten kommt. Im Bild ist die Koppel gerade in "an"-Position und liegt auf den Stechern auf.

So ist die Koppel dann in "ab"-Position, die Wellen "schweben" in ausreichendem Abstand über den Stechern.