Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suchen wir Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden Sie sich unter: thomas.reilich@t-online.de. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 20.03.2020

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

Ja, trotz Corona geht die Werkstatt-arbeit weiter, wenngleich Auswärts-einsätze derzeit abgesagt wurden.

re: Guter Anschluss zu den Register-Tableaus.

Daraus resultierte, dass das Gehäuse zwar gut passt, das Ständerwerk aber nicht im Wasser stehen kann.

li: Beim Holt wurden die Gehäuseteile angebaut, um nach der Passung zu sehen.

Bislang hatte ich das Instrument so ausgerichtet, dass das Ständerwerk im Wasser lag. Im Bild li kann man gut sehen, dass die beiden Gehäuse-Hinterkanten schön parallel laufen. Allerdings neigt sich dabei das ganze Gehäuse stark nach hinten (siehe Boden/Gehäuse).

li: Dieser Umstand war nun aber für meinen Neubau fatal, da nun auch die Windlade nicht mehr im Wasser stand und auch die Register-mechanik nicht mehr zum Rest passen wollte.

Hier sieht man, wie sehr das Gehäuse aus dem Wasser steht. Nun stellte ich das Instrument auf seine Räder und siehe da, das Gehäuse war im Lot. Dadurch neigt sich nun die gesamte Konstruktion nach vorne, dem Spieler entgegen.

Nach fast drei Tagen Arbeit, war dann alles so abgeändert bzw. neu gebaut, dass nun alles perfekt zusammen passt. Die neue Windlade steht gerade und die Registermechanik fluchtet mit den originalen Zügen.

Hier mal ein Blick von oben auf die gesamte Anlage.

Da sich der Eigentümer zu einem Besuch angekündigt hatte, verschob ich die kommenden Arbeiten an der Motorkiste und begann stattdessen mit den neuen Registerblenden.

Der Aufbau der Blenden entspricht dem der Originale. Die Herausforderung: kein Winkel gleicht dem anderen!

Die Neuteile wurden auf die Originale montiert und die Fluchten der Registerzüge übertragen.

Nach dem Bohren der Löcher konnten die Zugstangen eingesetzt werden.

Zu Testzwecken wurde nun der Klaviaturdeckel (=Notenpult) eingesetzt.

Auch das passt wunderbar. Die Oberkante des geöffneten Deckels, entspricht der neuen Höhe der Registermechanik.

Die neue Mechanik wird von den alten Deckeln abgedeckt, welche unverändert bleiben. Leider wurde der Besuch des Eigners dann aufgrund der aktuelle Pandemie abgesagt.

Nun ging es doch mit dem Zuschnitt für den Motorkasten los. Bei strahlend schönem Wetter, ging das vor der Werkstatt gut von der Hand.

Da die Kiste später zwei Motoren beherbergt, ist sie schon ein gewisses "Bauwerk". Im Bild liegen nur die abgelängten Bretter für die Kanteln.

Aus diesem "Haufen" werden die Füllungen gemacht.

Nachdem alles besäumt und auf Breite geschnitten war, wurden die Berge auch schon wieder kleiner.

Nur der Brennholz-Berg wuchs.

Dies ist der große Ventus, welcher das Harmonium mit Saugwind versorgt. Für die drei Pfeifenregister reicht eine kleine Ventola.