Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suchen wir Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden Sie sich unter: thomas.reilich@t-online.de. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 11.09.2020

Ich brauche dringend Platz, daher gibt es jetzt viele Saugwind-Harmonien von der Seite "Verkauf-Vermietung / Restaurierungs-Anwärter und andere Kostbarkeiten..." zum Schnäppchenpreis.

Bei Interesse bitte melden!

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

Endlich war wieder Zeit für das Holt. Der Gehäuseauf-bau war nur lose zusammengesteckt und noch unvollständig, das sollte sich nun ändern.

re: Die hinteren Füllungen wurden nun eingepasst. Sie sitzen oben in einer Nut und liegen mit den restlichen Kanten stumpf im Rahmen.

Hier noch einmal zum Vergleich. Die rechte Füllung verfügt noch über ihre "Federn", mit welchen sie eigentlich in der Rahmennnut sitzen würde.

re: Von außen alles unsichtbar!

Die hinteren beiden Füllungen können zu Wartungs- oder Stimm-zwecken entfernt werden-

Da die innliegenden Füllungen unten keinen Halt hatten, musste noch Riegel zur Befestigung gefertigt werden.

Durch diese Riegel werden die Füllungen nun auch unten in ihrer Position gehalten.

li: Auch der Anschluss an den Frontrahmen wurde nun fertiggestellt.

re: Nach einigen Anpassungen, wurden die Seitenteile mit einem starken Zapfen ausgerüstet, welcher für einen sauberen Übergang von neu auf alt sorgt.

Dach drauf und fertig? Schön wärs! Wie schon so oft bei diesem Instrument, sind die Gehäuseteile immer für eine Überraschung gut. Hier ist das Dach vorne über einen Zentimeter breiter als hinten.

Jetzt war es Zeit, die "neuen" Prospektpfeifen einzupassen. Sie stammen von einem nicht mehr benötigten Pfeifenaufsatz eines anderen Instrumentes.

Die Prospektraster wurden anhand von genauen Zeichnungen angefertigt.

Hier liegt das Mittelfeld in seinem neuen Raster schon mal zur Probe.

li: Es folgte der probe-weise Einbau der Prospekt-pfeifen.

re: Der Prospekt "streckt" den Aufbau noch einmal optisch in die Höhe, auch wenn die Pfeifen zum Teil noch deutlich gekürzt werden müssen.

Hier ist schon alles an seinem Platz. Es ist immer wieder gut zu sehen, dass ein Plan funktioniert.

Harmonium Estey, Style 2000 "Romanesque", Brattleboro USA, Bj. 1891

re: Hinter der schmucken Fassade, versteckt sich solide Hausmanns-kost. Drei Spiele pro Seite, im Bass + Subbass.

Ein neues zweites Projekt hat begonnen, die Restaurierung dieses wunderschönen Estey, mit 6 Oktaven Klaviaturumfang.

Die Technik ist wohl durchdacht und solide konstruiert, Estey eben (fast so gut wie Mason & Hamlin)! Mit wenigen Handgriffen, hat man Zugang zur Klaviatur.

re: Hier liegt schon die Balganlage frei. Staub so weit das Auge reicht.

Von "Hausmannskost" weit entfern, ist jedoch die Ausführung mit 6 Oktaven. Die Klaviatur nimmt fast kein Ende.

Die Filzdichtungen waren aber DIE Hausmannskost der Motten!

li: Nach dem Ausbau der Balganlage, stand nur noch ein Gerippe im Raum.

Hier sieht man die ca. 1 cm dicke Staubschicht unter den Tritten.

Erster Schritt ist immer die Reinigung von unten. Auch die Eisenrollen wurden entfernt und durch das Ultraschallbad geschickt.

li: Nach ein paar Eimern Wischwasser und drei durchge-scheuerten Lappen, sah das Gehäuse nicht nur innen wieder ordentlich aus.

Beim Deckel half jedoch alles Putzen nichts, wo der Schellack weg ist, ist er weg.

Um wieder ein gleichmäßiges Bild zu erhalten, entschied ich mich, die ganze Fläche abzuschleifen und für die Neulackierung vorzubereiten.

re: Nach der Reinigung und Oberflächen-kur, sieht das Gehäuse wieder top aus. Da sind die vielen hundert Farbspritzer, welche mit der Messer-spitze einzeln abgekratzt werden mussten, schon fast vergessen.

Der Trittbelag ist noch der erste und gut erhalten, daher wurde er belassen und gründlich gereinigt (im Bild noch nicht erledigt).

Hier sind die Tritte schon wieder eingebaut. Die Kanten wurden geschwärzt, die Fersenleisten aufpoliert und das Trägerbrett nachgebeizt und geölt.

li: Nun ging es mit dem Zerlegen der Balganlage los. Im Bild sieht man eine typische Schadstelle an einem Magazinbalg.

re: Nach dem Schalchtfest!

Als nächstes müssen die einzelnen Platten gründlich gereinigt und von alten Beleimungen befreit werden.

Im Vergleich zur Gehäusebreite, ist das Magazin relativ klein.

Einbau Physharmonika, Erbauer unbek., Bj. um 1880

Die Fertigstellung des Einbaus, erfolgt nächste Woche.