Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suche ich Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden unter: harmoniumwerkstatt.reilich@gmail.com. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 16.07.2021

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

Beim Holt ging es nun an die letzte Verleimung der Gedackt-Pfeifen.

Da die Anzahl der Zwingen und Zulagen endlich ist, zog sich die große Oktave etwas hin.

Die kleinen Pfeifen wurden wieder nur mit Federklemmen verleimt, was relativ flott ging.

Nach dem Verleimen, galt es den Überstand des Seitenbrettes (Pfeife links) noch zu entfernen (Pfeife rechts).

Nun konnte alles sauber verschliffen werden.

Als nächstes müssen Spunde und Vorschläge vorbereitet werden.

Schröding, Orgel von J. Müller, Tuntenhausen, Bj. 1869

An der Müller-Orgel ging es mit den Arbeiten am Sockel weiter.

Hier wurde der Spieltisch platziert und der Sockel angepasst.

Die mechanischen Fluchten konnten nun ermittelt und auf den Bodenrahmen übertragen werden.

Nun widmete ich mich wieder der Stabilisierung des Tragwerkes. Hier sieht man eines der drei Ladenlager. Es wurde verm. für den Einbau des Windkanals geschwächt.

Sämtliche Ladenlager sind sauber in den Längsträger "geschwalbt". Leider ist der Lastpunkt aber zu weit vom Längsträger entfernt, sodass fünf der sechs Lagerpunkte gebrochen sind.

Da eine blose Verleimung der Lagerpunkte nicht halten und helfen würde, muss die Last besser abgefangen werden. Dafür wurden "Lagerschuhe" aus Buchensperrholz angefertigt, welche mit dem Längslager verschraubt werden.

re: Das "neue" Tragwerk. Die Ladenlager liegen sicher in Lagerschu-hen, die Längslager wurden mit Abstützungen zum Boden-rahmen versehen. Die Ecken des Bodenkranzes wurden mit massiven Winkeln ausgesteift.

Die Ladenlager konnten nun "ins Wasser" gelegt und zueinander ausgerichtet werden.

Hier sieht man einen Lagerschuh am vorderen Längslager, welches bilang ohne mittlere Abstützung zum Boden auskommen musste.

Auch am Spieltisch gab es noch etwas zu tun, die Scharniere für den rekonstruierten Deckel waren eingetroffen.

Zuerst wurden die Teile genau angepasst und die Kanten angeglichen.

Dann konnten die Scharniere in ihre alten Aussparungen gesetzt und mit den Neuteilen verbunden werden.

re: Am Gedeckt hielten sich die Arbeiten in Grenzen. Ein paar Pfeifen mussten geleimt oder ausgegossen werden, anderen taten die Füße weh (Bild re mitte).

An den letzten Holzpfeifen musste auch noch Hand angelegt werden. Die Reinigung war ja schon lange abgeschlossen, die Durchsicht stand aber noch aus.

Ganz anders sah die Sache bei den offenen Flöten (8' und 4') aus. Die Deckelbretter aus Birnbaum, fand der Holzwurm schon früher lecker, was die vielen Reparaturspuren beweisen. Hier mussten sehr viele Pfeifen mit Warmleim ausgegossen werden.