Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suchen wir Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden Sie sich unter: thomas.reilich@t-online.de. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 05.04.2019

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

re: So sieht nun der Aufbau aus. Der Balg des II. Manuals sitzt knapp über der Klaviatur des III. Manuals.

Nach ein paar Tagen Zwangspause (Schleimbeutelentzündung im re Ellebogen), konnte der Balg des II. Man. fertiggestellt werden. Hier sieht man die Unterseite.

Auf der Oberseite wurde das Tremolo installiert und eine neue Dichtung aufgebracht. Der Trennsteg zwischen H und c° wird für das Tremolo benötigt

Da die Arbeiten an den einzelnen Werken sich dem Ende nähern, ging es schon mal mit den Klaviaturrahmen weiter. Hier werden gerade die frisch polierten Stifte eingeschlagen.

Hinten am Waagbalken der Tasten vom I. und II. Manual, sitzen die Einschaltungen der Pedalkoppel. Da auch das III. Manual eine Pedalkoppel bekommt, wurde die Leiste gleich angefertigt (oberste).

Mit frischem Kerntuch bezogen, konnten die Leisten dann montiert werden.

Pedalkoppel "aus".

Pedalkoppel "an".

Hier sieht man die Klaviaturrahmen des I. und II. Manuals samt Koppeleinschaltungen.

Die Pedaltraktur (Finger) hebt die mittig gelagerte Wippe an der Taste, ohne diese zu bewegen.

Die Wippe ist am rechten Ende "blockiert", die Pedaltraktur (Finger) hebt die Taste am Lagerpunkt der Wippe an.

Weiter ging es mit dem Zerlegen und Reinigen der Koppelwippen, welche die kleine Pedallade hinter dem I. Man. bedienen.

Die Waagleiste sant Wippen ist lediglich mit zwei Schrauben fixiert, sodass sie für einen guten Zugang zum I. Man. schnell ausgebaut werden kann.

Die Windführungen des II. Manuals, sind vorerst die letzten Teile, welche eine neue Dichtung benötigen (nach der Reinigung).

re: Der Werkaufbau ist nun komplett, jetzt geht es mit der Tontraktur weiter.

Vorne rechts sieht man die (jetzt sauberen) Windführungen, welche die Verbindung zwischen Windkanal (außen) und Balg (unter der Lade) herstellen. Die Schwellmechanik ist auch schon drin.

Auf der Bass-Seite drängen sich die Wippen der Registermechanik. Eine musste sogar AUF der Windführung montiert werden.

Dazu zählen auch die Klaviaturen. An Man. I und II, wurden die zerschlissenen Tastenführungen ausgedämpft.

Wie zu erwarten war, sind die Tuchführungen am III. Manual noch bestens erhalten, da damit ja nichts gespielt werden konnte (war nur "prepared").

Sauber aufgereiht, liegen hier die Tasten zur Trocknung.

Da ich gerade dabei war, wurde mit dem Ausdämpfen noch weiter gemacht. Hier sieht man die Stecher der Pedaltraktur, welche noch in ihrer Führungsleiste stecken.

Das alte Tuch musste weichen, da es bretthart war und beginnenden Schimmel zeigte.

Auch der Rechen (= Führungsleiste der Stecher) wurde von seinem alten Tuch befreit. Er liegt hier auf dem grünen Tastenfilz des III. Manuals und ist etwas schwer zu erkennen.

zu verkaufen: Harmonium Liebig, Zeitz, Bj. 1926

Hier sehen Sie den aktuellen Neuzugang in meinem Fundus. Es handelt sich um ein großes Liebig-Saugwindharmonium mit besonderer Geschichte und Technik.

Teil 1 der besonderen Technik, betrifft den Hackenhebel zwischen der Tritten, welcher das "Grand Jeu" aktiviert.

Die große Anzahl der Registerzüge ist etwas irreführend, liegt jedoch in der Geschichte des Instrumentes begründet.

Teil 2 der besonderen Technik betrifft die Kniehebel, welche hier eine sehr effektive Doppelexpression (auf Saugwind!) bedienen.

Die besondere Geschichte gründet auf diesem Schriftzug, welcher uns mitteilt, dass dieses Harmonium einmal einen Gehäuseaufsatz mit integriertem Selbstspieler hatte. Im Innerern lassen sich auch noch Spuren von diesem Einbau finden, aber die Technik wurde komplett entfernt - schade!

Dieser Schriftzug teilt uns mit, dass es sich um ein technisch ausgereiftes und qualitativ hochwertiges Instrument handelt, welches über gut zeichnende Einzelstimmen und einen vollen Gesamtklang verfügt.

Erbauer: Liebig, Zeitz, Bj. 1926, ehemals Estrella-Harmonium

Achtung !!!

System: Saugwind

Das Instrument ist sehr groß.

Klaviatur: F - f''', Teilung h°/c'

Breite: 151 cm

Tiefe: 73 cm

Disposition:

Höhe 126 cm

Umschalter (blockiert alle Tasten)

Motor (unbesetzt)

Bass-Forte

Diskant-Forte

Subbass 16'

Vox Celeste 8'

Fagott 8'

Oboe 8'

Aeolsharfe 2'

Schlmei 8'

Viola 4'

Flöte 4'

Viola dolce 4'

Cello 16'

Diapason 8'

Melodia 8'

Bass-Flöte 8'

Hohlflöte 8'

Vox humana

Tempo (unbesetzt)

Das Instrument ist bedingt spielfähig und kann ausprobiert werden. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter: thomas.reilich@t-online.de.

Oktav-Koppel

Hackenhebel: Grand Jeu

Kniehebel: Doppelexpression