Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suchen wir Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden Sie sich unter: thomas.reilich@t-online.de. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 26.06.2020

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

Das Holt muss leider immer noch pausieren, aber bald geht es weiter!

Orgel in Münchner Seniorenheim, Bj. um 1930

Aus den zurecht geschnittenen Platten für die Seniorenheim-Orgel, wurde mit wenigen Handgriffen eine zerlegbare Motorkiste gezimmert.

Die Fichte-Platten wurden zu Kanälen verleimt und dann wieder zersägt.

Das Ergebnis waren zwei Kanäle, welche sich den vorhandenen Gegebenheiten in der Orgel bestens anpassen.

li: Wenn ich genau gemessen habe, passt das so perfekt.

Auch die Schalldämmung an der Motorkistte wurde so weit wie möglich vorbereitet.

Eigentlich wäre nun alles für die Montage bereit, aber noch fehlt das Wichtigste - der Motor (hätte eigetnlich schon hier sein sollen)!

Einbau-Physharmonika, Erbauer unbek., Bj. um 1880

Die Zungen waren ja schon fertig, nun ging es an das Zerlegen und Reinigen.

Nachdem die Schallabdeckung entfernt war, bot sich mir ein gRUSSeliges Bild.

Die Ventile waren alle reichlich verschmutzt. An ein paar undichten Exemplaren, strömte schon seit Jahrzehnten der Wind vorbei.

Obwohl die Schrauben schon gut Rost angesetzt hatten, ließen sie sich gut ausdrehen.

Hier sieht man den Waagbalken der Ventilhebel mit einer gut versteckten Beschädigung.

Wie erwartet, waren die Ventilflächen schwarz vor Ruß.

Nachdem alles zerlegt war, wurde erst einmal gründlich geputzt.

Auch der Winkelbalken wurde seiner Hebel beraubt.

Hier sind die großen Teile schon alle sauber - endlich keine schwarzen Finger mehr, oder...

... aber es ging weiter. Mit Staubsauger, Pinsel, Messingbürste und Pressluft, rückte ich dem Ruß auf den Ventilen zu Leibe.

Auch die 54 Winkel wollten gewischt werden. li = fertig, rechts = noch nicht.

An ein paar Winkeln war der Trakturangriff beschädigt und musste ausgebessert werden.

Da sowohl in den Winkeln wie auch den Ventilwippen schon einmal der Holzwurm aktiv war, wurde vorsorglich alles mit Holzwurmtod gestrichen.

Bei der Demontage und auch schon vorher, waren einige Schrauben der Zungen abgebrochen. Diese mussten nun herausopperiert werden.

Nachdem die Schadstellen verschlossen waren, wurde mit einem Schleifbrett die gesamte Auflagefläche planiert.

re: Nun war die Zungenreihe wieder an ihrem Platz. Jede einzelne Zungen konnte nun wieder gut und fest verschraubt werden.

Die sauberen Zungen waren bereit für den Einbau.

Die Zungenschrauben glänzten nach dem Ultraschall und der Poliertrommel wieder wie neu.

Auch die restlichen Eisen- und Messingteile durchliefen die übliche Reinigungsprozedur.

Beim Einbau der Ventile wurde der Grund für diverse Undichtigkeiten offensichtlich. Durch verzogene Hebel, konnte das Ventil nicht mehr richtig schließen. Hier wurden die Ventilträger gelöst und neu ausgerichtet.

Bevor die Lederbündchen nun erneuert werden konnten, mussten die sauberen Federn eingesetzt werden.

li: Jetzt war alles komplett, die Leder-bündchen wieder vollzählig und alle Federn drin.

Die Ventile werden von einem Brett abgedeckt, welches mit einem Forte-Schieber auf- und zugemacht werden kann.

Auch der Winkelbalken wurde komplettiert und dabei darauf geachtet, dass alle Winkel leichtgängig sind.

Die alte Dichtung wurde vermessen und eine dementsprechende neue Dichtwulst angefertigt.

Selbstverständlich muss die neue Dichtung etwas dicker sein als die alte. Im Bild ist sie bereits aufgeleimt.

Im Gegensatz zur alten Dichtung, wirkt die neue nun auch wieder auf der Scharnierseite.

Hier bin ich gerade bei einem Funktionstest (Motoranschluss rechts), welcher positiv verlief. Ein paar lahme Zungen konnten auch schon wieder auf Vordermann gebracht werden.

Fertig montiert, wartet diese Physharmonika nun auf Ihren Einbau in Tirol, wo sie dann auch zur Orgel gestimmt wird.