Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suchen wir Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden Sie sich unter: thomas.reilich@t-online.de. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 13.10.2018

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

Beim Holt wurde die Pedallade zerlegt. Hier wurden gerade die Zungen ausgezogen.

Der 32' hat die gleiche Mensur wie der 16', allerdings mit massiven Bleigewichten.

Die Unterseite der Lade wird später vom neuen Balg abgeschlossen.

li: Damit die Zungen wirklich optimal mit Wind versorgt werden, wurde die Kanzellen-anlage schräg konstruiert. So sitzen auch die kleineren Zungen direkt über der Vorderkante des Ventils.

Hier sieht man nocheinmal den Verlauf der Ventilschlitze.

An den Ventilbelägen lässt sich gut erkennen, dass der 16' wesentlich häufiger im Einsatz war (alles schwarz), als der 32' (nur grau).

So sah die Lade dann nach dem Ausbau der Zungen und Ventile aus.

Die verklebten Schaumstoffdichtungen der Schallkästen zu entfernen, war harte Arbeit, aber es hat sich gelohnt.

Hier sieht man gut den Vergleich zwischen ungereinigten und gereinigten Zungen.

re: Sämtliche Kleinteile durchwandern das Reinigungs-programm mit Ultraschall und Polier-trommel. Ein Foto vom Ergebnis gibt es nächstes mal.

Die Anhängung der Ventile an die Traktur, erfolgt in bewährter Manier mit ausgetuchten Drahtösen, welche auch hier meist durchgescheuert sind.

Nach dem Ziehen der Ösenstifte, wurde das alte Tuch entfernt .

Während der Demontage der Lade, wurde Schritt für Schritt am Balg weiter gemacht. Hier sind die Falten schon zusammengehängt und beledert und alles für das Fixieren der Falten auf der Balgplatte vorbereitet.

Als alles trocken war, konnte das Paket aus Platte und Falten auf der Trägerplatte (= Ladenunterseite) verleimt werden.

Hier kann man gut den Aufbau der ganzen Anlage erkennen. Man blick von hinten ins Instrument, sieht unten die Pedalwippen, daüber den Pedalbalg und oben die Lade. Der balg ist so schmal, weil vor ihm das Wellenbrett sitzt.

Saugwind-Harmonium Müller, Werdau, Bj. 1925

li: Nachdem die Lader gereinigt und die Oberfläche aufgefrischt war, wurden die Zungenfilze ausgetauscht und die mittlerweile gereinigten Zungen wieder eingeschoben.

Beim Müller wurden als erstes die Ventile gereinigt. Das Leder befand sich in einwandfreiem Zustand.

So muss das aussehen!

re: Die strak verrostete Register-mechanik bereitete mir etwas Kopf-zerbrechen, da die Dräht beim Versuch des Aufbiegens meist abbrechen.

Bevor die Mutzen wieder montiert wurden, durchliefen die Kleinteile das Ultraschallbad und die Dämpfer wurden neu befilzt. Das Mutzenleder wurde aufgebürstet und talkumiert.

Viele Mutzen werden im Laufe ihrer Dienstzeit geölt, geschmiert oder gefettet, was dazu führt, dass sie meist "verkleben". Daher reicht meist eine Reinigung aus, um sie wieder leichtgängig zu bekommen.

Aber hier hat alles gut geklappt. Die Drähte konnten ausgebaut und gründlich entrostet werden, wie man hier sieht.

Auch die Forteklappen wurden gereinigt, die Oberfläche überarbeitet und neu befilzt, bevor ich zur Montage schritt.

Die völlig desolate Oktavkoppel (Rost, Filze weg), wurde durch ein intaktes Teil aus dem Lager ersetzt.

Die Stecher erhielten eine neue Tuchauflage für die Oktavkoppel.

Da die Lade nun soweit fertig war, ging es mit der Klaviatur los.

Auch hier Rost und Schmutz an allen Ecken und Enden.

Da sich auf einem solchen Stift eine Taste nicht leicht bewegen lässt, wurden alle gezogen.

Hier kamen die Waag- und Führungsstifte gerade aus der Poliertrommel.

Und schon wieder: So muss das aussehen!

Hier ist der gereinigte Klaviaturrahmen noch unbestückt.

Mit blanken Stiften und frischen Filzen, sieht alles aus wie neu.

Bis die Klaviatur wieder "wie neu" aussah, strich ein ganzer Tag ins Land.

Neuzugänge in unserem Lager, bei Interesse bitte melden! Einzelheiten auf Anfrage bzw. etwas später auf der "Verkauf-Vermietung"-Seite.

Saugwind-Harmonium mit Selbstspieler, Aeolian Grand, Bj. 1899

Zustand: unspielbar, komplett, nur die Rückwand fehlt.

Druckwind-Harmonium Ernst Hinkel, Bj. ca 1915, 11 Spiele

Zustand: bedingt spielbar, Balganlage gut.

Druckwind-Harmonium Mustel "Studio", Paris, Bj. nach 1930

Zustand:

äußerlich: schlecht, Instrument stand sehr feucht; Furnier löst sich teilweise ab, ist aber alles komplett; Im Bild oben wurde ein Reinigungs versuch angelegt, die Fläche ist noch feucht. Durch Reinigen und Ölen, lässt sich die Holzfarbe wieder herstellen.

innerlich: gut; Lade, Ventile, Dichtungen und Zungen sind in einem sehr guten Zustand. Die Lade ist rissfrei, hier muss aber noch die Trocknung abgewartet werden. Ein Schöpfbalg ist defekt.

klanglich: ein Mustel eben!