Nach der ersten Regulierung der vorderen Ventile, konnte das
Prolongement eingestellt werden.
Dann ging es an die Komplettierung der restlichen Gehäuseteile.
Die Forteabdeckung erhielt wieder ihre originalen Klappen, die auch
für die neuen Stoffe Pate standen.
Durch die Forteklappen wird die eh schon gute Dynamik noch besser.
Dann gab es noch allerlei Kleinkram zu erledigen. Die Riegel für den
Gehäusedeckel fehlten und mussten neu angefertigt werden.
Auch die Deckelstütze glänzte durch Abwesenheit.
Nach dem Zeichnen wurde eine erste Version gefräst.
Diese funktionierte zwar schon ganz gut, hatte aber noch Defizite.
Die dritte Variante war dann perfekt, aber immer noch aus Holz.
Da ich noch nicht so oft Messing auf meiner Fräse bearbeitet habe,
war mein Puls entsprechend hoch. Ein Fräser wurde zerstört, aber sonst
lief alles einwandfrei.
Nach dem Fräsen wurde geschliffen, von 150er bis 1000er Körnung.
Zum Schluss wurde das Neuteil poliert und konnte dann montiert
werden.
Als nächstes ging es an den Neubezug der Tritte. Der Bezug sah alt
und sauber verarbeitet aus - original?
Das Ablösen brachte es dann an den Tag, unter dem Bezug waren Reste
einer rötlichen Bespannung zu erkennen.
Die feuchten Tritte mussten nun ein paar Tage durchtrockenen.
Der neue Bezug entspricht sehr genau dem Stoff der orginalen
Forteklappen.
Da der Samtbezug verm. recht empfindlich ist, wurden für die
Alltagsnutzung neue, mit Nadelfilz bezogene Tritte angefertigt.
Auf der Bühne machen dann die samtigen Original-Tritte ordentlich was
her.
Da nun alles repariert, erneuert, ersetzt und angefertigt war, ging
es mit den Einstellungen los. Begonnen wurde mit der Doppelexpression.
Dann ging es an die Ventilfedern. Vorne mussten die Percussionsfedern
nocheinmal ausgebaut und schwächer gemacht werden.
Mittlerweile sind auch die Pinet-Griffe gereinigt und montiert.
Nun ist alles komplett und funktionsfähig. Nächste Woche kümmere ich
mich um die Feineinstellung der Percussion und die Stimmung.